Klettern / DWS

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Deep Water Soloing oder "Psicobloc" (auf „spanisch“) bedeutet Klettern an Felsen und Steilküsten über dem Wasser –also „Abtropfen“ ohne Risiko. Beim DWS ist man völlig allein, kein Gurt, kein Seil, kein Sicherungspartner, der Kampf um jeden Meter an den Klippen, die totale Erfrischung beim Sturz ins kühle Nass.

 

Zwar ist Sorgfalt geboten, man sollte nie ganz allein klettern gehen, denn Sog und Brandung des Meeres sind manchmal nicht ungefährlich und die Stürze aus großer Höhe können auch schmerzhaft sein, der Spaßfaktor ist allerdings bei kaum einer Spielform des Kletterns größer. Wasserscheue können sich vielerorts auch mit toprope sichern und selbstverständlich werden wir über „festem Boden“ mit Seil und Sicherung klettern.

 

Ethische Aspekte des Klettersports sorgten in den letzten Jahren immer wieder für heiße Debatten. DWS ist die perfekte Antwort auf Bohrhakendiskussionen und spitzfindige Rotpunktdefinitionen. Das Soloklettern über Wasser ist vielleicht die fairste Spielart des Klettersports – keine technischen Hilfsmittel, kein Schummeln, kein Auschecken der Route sind möglich. Überaus reizvoll ist das Erkunden des felsigen Neulands, denn durch Haken definierte Routen sucht man vergeblich, dafür lassen interessante Linien der Fantasie freien Lauf. Eine Herausforderung für alle, die sich ins Unerforschte wagen oder einfach wild entschlossen Richtung Ausstieg stürmen möchten und dabei nicht wasserscheu sind.

 

Wenn Kletterer sich über DWS unterhalten, reden sie meist über die Insel Mallorca. Denn hier treffen sich nicht nur trinkfreudige Kegelvereine, Wanderer oder Radsportler, sondern auch Deep Water Solisten aus ganz Europa.

Es gibt jedoch mehr als genug Spots, man muß also kein Gedränge fürchten.

Zumal wir vom Schiff aus Klettergebiete erreichen können, zu denen man von Land aus erst auf einem mühseligen Fußmarsch gelangen kann. Außerdem ist es an vielen Spots von großem Vorteil, ein kleines Boot dabei zu haben, da die Felsen vom Wasser aus oft schwer zu erklimmen sind.